11 Linux Server Monitoring Befehle die du kennen solltest

By | 13. Februar 2018

Wenn du wissen möchten, was auf deinem Linux-Server passiert, bist du hier richtig.

Möchtest du wissen, was wirklich bei auf deinem Server vor sich geht? Dann schau dir doch mal die folgenden Befehle gut an.

Klar kannst du ein GUI-Programm verwenden, um einen Großteil der Informationen zu bekommen, wie zum Beispiel YaST unter Suse …. oder wie Webmin und cPanel, die auf jedem Linux-Server verwendet werden können.

Allerdings mal ehrlich, wer hat schon auf seinem Linux Server eine GUI installiert? Also ich nicht.
Wenn du wissen willst, was wirklich passiert, schalt die GUI aus und verwende die Befehle die ich dir heute zeigen möchte.

iostat

Der Befehl iostat  zeigt detailliert an, was dein Speichersystem treibt. In der Regel kannst mit iostat überwachen, wie gut deine Speichersysteme im allgemeinen laufen,
und auftretende I/O-Probleme identifizieren bevor deine Nutzer es tun.

meminfo und free

Meminfo bietet dir eine detaillierte Liste der Vorgänge im Arbeitsspeicher. Normalerweise nutz man meminfo  in Kombination mit cat  oder grep :

Für eine schnelle „nur die Fakten“ Übersicht auf den Arbeitsspeicher, kannst du den Befehl free  verwenden. Einfach ausgedrückt, free  gibt dir den Überblick; meminfo  gibt dir die Details.

mpstat

Der Befehl mpstat  meldet die Aktivitäten jeder verfügbaren CPU auf einem Multiprozessor-Server, was wohl mittlerweile jeder Server sein dürften.

Mpstat berichtet auch über die durchschnittlichen Aktivitäten aller CPUs deines Servers. Damit kannst du die Gesamt-CPU-Statistik pro System oder pro Prozessor bekommen.
Das kann dich auf mögliche Anwendungsprobleme aufmerksam machen, bevor es deine User über den Support tun.

netstat

Netstat ist wie ps  ein Linux-Tool was wohl die Admins dieser Welt jeden Tag verwenden.

Es zeigt dir viele netzwerkbezogene Informationen wie:

  • Socket-Nutzung
  • Routing
  • Schnittstellen
  • Protojolle
  • Netzwerkstatisitiken und mehr and

Einige der am häufigsten verwendeten Optionen sind:

ps und pstree

Die Befehle ps  und pstree  sind zwei gute Kumpels des Linux-Admins. Beide zeigen uns eine Liste aller aktuell laufenden Prozesse. Der Befehl ps  sagt dir, wie viel Speicher
und Prozessorzeit die Programme des Servers verbrauchen. pstree  zeigt zwar weniger Informationen, zeigt dafür aber, welche Prozesse die Kinder anderer Prozesse sind.

Mit diesen Informationen kannst du außer Kontrolle geratene Prozesse aufspüren und sie mit dem Befehl kill  von Linux töten.

tcpdump

Tcpdump ist ein einfaches und robustes Netzwerküberwachungsprogramm.Die grundlegende Protokollanalyse ermöglicht dir eine grobe Übersicht über die Vorgänge in deinem Netzwerk.
Um wirklich herauszufinden, was in deinem Netzwerk los ist – empfehle ich aber Wireshark.

top

Der top  Befehl zeigt an, was für aktive Prozessen so auf deinem Server rumgeistern. Standardmäßig zeigt es die CPU-intensivsten Aufgaben an, die auf dem Server ausgeführt werden, und aktualisiert die Liste alle fünf Sekunden.

Die Ansicht kann beliebig sortiert werden, um so schnell Übeltäter zu finden. Hübscher ist übrigens htop

uptime

Verwende uptime , um zu sehen, wie lange der Server ausgeführt wurde und wie viele Benutzer angemeldet sind.
Außerdem erhältst du einen Überblick über die durchschnittliche Serverauslastung. Der optimale Wert der Last ist 1 oder weniger, was bedeutet, dass jeder Prozess sofortigen Zugriff auf die CPU hat und keine CPU-Zyklen verloren gehen.

vmstat

In den meisten Fällen verwendest du vmstat , um zu überwachen, was mit deinem virtuellem Speicher geschieht. Linux verwendet ständig virtuellen Speicher, um die bestmögliche Speicherleistung zu erzielen.

Wenn deine Anwendungen zu viel Arbeitsspeicher beanspruchen, werden diese in den Swap-Speicher deines Server-Systems verschoben, der sich für gewöhnlich auf der Festplatte befindet. Mittels vmstat  kannst du dir eine „Momentaufnahme“ ansehen und solche
Probleme gleich beseitigen.

 

So – solltest du noch weitere hilfreiche Tools für das Monitoring kennen, freue ich mich natürlich über entsprechende Kommentare!