Rezension zu „LPIC-1 Vorbereitung auf die Prüfung des Linux Professional Institute“

By | 17. November 2013

LPIC-1 Buch-CoverHeute gibt es nach langer Zeit mal wieder eine kleine Rezension, ich beschäftige mich gerade etwas mit Linux und auch mit der Zertifizierung LPIC-1. Gewohnt von der Vorbereitung auf die PHP (ZCE) Zertifizierung sollte es ein Buch mit Fragen und Erklärungen sein. Dieses habe ich mit dem Titel: LPIC-1 Vorbereitung auf die Prüfung des Linux Professional Institute auch gefunden, dass Buch beinhalten Fragen zu beiden Prüfungsteilen 101 + 102. Für alle die sich ebenfalls für das Thema interessieren hier meine Meinung zu dem genannten Titel.

Beginnen wir dann mal am Anfang, mit der Einleitung des Buches. Die Einleitung sollte man sich wirklich durchlesen, diese ist sehr nett geschrieben und es fehlt auch nicht der ein oder andere Seitenhieb auf das Betriebssystem aus Redmond 🙂 Wichtiger ist aber, dass bereits hier klar wird wofür das Buch gedacht oder auch nicht gedacht ist. Zusätzlich wird hier der Aufbau der eigentlichen Prüfung sowie eine Strategie zur Vorbereitung auf das LPIC-1 gegeben, dabei wird auch auf die verschiedenen Vorkenntnisse des Lesers eingegangen und entsprechende „Alternativen“ für das Lernen angepasst an den eigenen Level vorgeschlagen.

Der Aufbau des Buches ist nach meiner Meinung sehr gelungen, so werden immer erst die Fragen gestellt, und anschließend eine kurze Erklärung mit der Lösung gegeben. Nett finde ich das nicht direkt irgendwo steht „Lösung A ist richtig“, sondern man schon den Text lesen muss (hier wird dann aber schon explizit genannt welche Antwort die korrekt eist, keine Sorge!).

Als etwas störend habe ich empfunden das einige Ausführungen im Buch, nicht mehr zu aktuellen Linux Distributionen passen. Da kann das Buch bzw. der Autor natürlich nichts für, werden doch in der Prüfung auch „veraltete“ Befehle und Anwendungen abgefragt (nicht jeder Linux Rechner in der Wildbahn ist aktuell!). Als Beispiel sei hier die Datei „etc/modules.conf“ genannt, welche sich unter meinem aktuellen Debian nicht mehr auffinden lässt.

Hervorzuheben ist für mich, dass auch wenn die Antworten und Erklärungen nicht ins Detail gehen, immer ausreichend Hinweise und Anregungen für weitere Informationen gegeben werden. Hier merkt man auch schnell ob man die Materie versteht oder nicht. Nach jedem Block an Fragen gibt es eine Auflistung der Lernziele inklusive Gewichtung der Fragen in der Prüfung (besser geht es nicht!).

Mein Fazit zu dem Buch: Es bereitet einen auf angenehme Weise auf die Prüfung vor, ist aber bei weitem keine Linux Bibel. Wenn man wenig Vorkenntnisse hat, geht es nicht ohne weitere Lektüre oder Studium der vielen „man – pages“ der Linux Dist. Ich würde es daher vorrangig für Leute empfehlen die der Meinung sind, dass sie bereits gefestigte Linux Kenntnisse besitzen und sichergehen wollen das dieses auch so ist. Auf jeden Fall ist es eine 1A Vorbereitung, auch da die Fragen genauso „gemein“ gestellt werden wie es auch in der richtigen Prüfung geschehen wird.

 

Wer nun selber einen Blick riskieren will, dass Buch gibt es für   29,90 € bei dem Verlag Open Source Press, was im Vergleich zu den angebotenen Kurse diverser Anbieter doch ein fairer Preis ist.

  • Erschienen am: 20. Februar 2013 (5. Auflage)
  • Preis: 29,90 €
  • ISBN 978-3-941841-82-6
  • Sprache: deutsch
  • 356 Seiten

One thought on “Rezension zu „LPIC-1 Vorbereitung auf die Prüfung des Linux Professional Institute“

  1. Kay

    Zum Thema Detailgrad kann ich Dir zustimmen: das Buch gibt eine grobe Linie vor, ohne den gesamten Stoff zum Bestehen der Prüfung gebetsmühlenartig vorzutragen. Ich hatte mir pro Thema alles Wichtige in Form von Stichpunkten herausgeschrieben und durch Recherche im Netz ergänzt. Alles Mögliche benutzt man ja während der täglichen Arbeit, gerade wenn diese NICHT die Administration von Linux-Systemen beinhaltet, dann doch nicht. Man benötigt für die Prüfung also „Buchinhalt + X“.

    Mal schauen… werde ich jemals Level 2 erreichen?

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